Tanzpause an der Musik-NMS Dürnkrut

 

Organisation

  • läuft seit Schuljahr 2014/15 regelmäßig 1 x wöchentlich
  • Beteiligte Lehrerinnen: Sonja Leidler, Martina Pauller
  • Beteiligte Schüler/innen: jede, die bzw. jeder, der gerne mitmacht
  • Intention: gemeinsame Bewegung in der Pause zu aktuellen Popsongs, die den Kindern gefallen, die motivieren, die „gute Laune“ machen
  • klassenübergreifend – jüngere Schüler/innen lernen von älteren

 

Ablauf der Tanzpause

Fast jeden Freitag, 9.10 Uhr: Es läutet zur großen Pause. Es ist aber kein „normales“ Läuten, denn an unserer Schule werden die Kinder mit einem Glockendreiklang in die Pause geleitet. Schnell fliegen die Klassentüren beider Stockwerke auf und auf den Gängen wird es laut, Kinder bewegen sich Richtung Milchautomat, Toiletten, Bibliothek oder einfach nur in andere Klassen zum Plaudern.

Manchmal bemerken einige Schüler/innen schon den CD-Player, der hinter der Brandschutztür steht, manchmal sind es auch meine Kollegin und ich im „Turngewand“, die daran erinnern: „Ah, heute ist ja Tanzpause!“.

Schnell laufen einige nochmal in die Klasse zurück, um der Freundin zu sagen: „Heut‘ ist Tanzpause!“ Meistens stehen dann schon einige Kinder zum Start bereit, manchmal will aber auch überhaupt keiner. Dann ist es an uns Lehrerinnen, eine Runde durch die Klassen zu machen und zum Tanzen aufzufordern bzw.  zu motivieren. Jetzt kann es losgehen.

Die Musik startet und die „Insider“, d.h. die Schüler/innen, die zu fast jeder Tanzpause kommen, wissen meist schon ganz genau, welche Choreografie zu welchem Lied getanzt wird. Meine Kollegin und ich sind jeweils abwechselnd die Vortänzerinnen, die Schüler/innen machen, tanzen, turnen, hüpfen nach. Die Musik, die nicht ganz leise gespielt wird, lockt die anderen Schüler/innen aus den Klassen. Sehr oft bildet sich ein „Zuseherhalbkreis“ um die tanzenden Schüler/innen. Zuschauen ist erlaubt, ja auch erwünscht, jemanden auslachen oder mit Grimassen nachmachen verboten. Dabei sind wir ganz streng und damit das auch wirklich funktioniert, unterstützen uns auch die Lehrer/innen, welche Gangaufsicht halten.

Die Musik klingt durch das ganze Schulhaus und so weiß auch das obere Stockwerk, dass jetzt Tanzpause ist und einige Mädchen, ganz selten Burschen, kommen auch noch während des ersten Tanzes dazu. Das geht ganz einfach, denn es gibt keine geregelte Aufstellung, keine Reihen oder Formationen. Jede/r kann da tanzen, wo es ihr/ihm gefällt. Wobei das bei unserer Platzsituation nicht ganz so einfach ist, denn wir haben lange, schmale Gänge - aber irgendwie klappt es immer.

Zwischen dem ersten und dem zweiten Lied gibt es nur eine ganz kurze Verschnaufpause. Manche tanzen auch nur bei einem Lied mit, jede/r wie sie/er mag. Einige Schüler/innen sind manchmal ein paar Wochen nur Zuseher/innen, bevor sie sich entscheiden, doch mitzumachen.

Und … mittlerweile gibt es manchmal auch einige Burschen die in die „Dürnkruter Tanzpause“ eingestiegen sind.

Nach dem zweiten Lied ist Schluss - die Schüler/innen wissen das - zügig verschwinden sie zurück in die Klassen und erledigen noch die Dinge, die eben noch zu tun sind, essen, WC – Besuch, …

Meist nimmt die Tanzzeit etwa 8 bis 9 Minuten der Pause in Anspruch, die restlichen Zeit (6-7 Minuten) muss an diesem Tag fürs Jausnen reichen. Die Klasse, die im Anschluss an die Donnerstagspause zum Turnen geht, versorgt den CD-Player und bringt ihn wieder in den Turnsaal zurück.